Geschichte der Landesgruppe

 

Gründung der IPA - Landesgruppe Steiermark 

 
Gründungsbescheid der Landesgruppe Steiermarl
Das war der Beginn der IPA in Österreich:

          Gründungsbescheid der Landesgruppe Steiermark

 

Die Gründung der Landesgruppe Steiermark ist untrennbar mit der Gründung der IPA Sektion Österreich verknüpft, war es doch der Grazer Kriminalbeamte Erich Mikl, welcher der deutschen Sektion nach ihrer Gründung im März 1955 gemeinsam mit einigen anderen österreichischen Polizisten beitrat.

Seine Begeisterung für die Idee der IPA steckte seinen Grazer Kollegen Franz Tewagner an, welcher am 18. Juni 1959 Kontakt mit dem Präsidenten der deutschen Sektion aufnahm und um Unterstützung bei der Gründung einer österreichischen Sektion bat. Diese Unterstützung erhielt Österreich schon am 1. Juli 1959, womit die Sektion Österreich, neun Jahre nach der Gründung der IPA am 1. Jänner 1950 in England durch Arthur Troop, als gegründet und konstituiert galt. Im April 1960 wurde in London die Gründungsurkunde der IPA Österreich ausgestellt.

Schon 1959 gelang es Tewagner, weitere Grazer Polizisten, sowie Beamte der Finanzlandesdirektion Steiermark, Gendarmen, Zollwachebeamte und Verwaltungsbeamte für die Idee der IPA zu gewinnen. Man arbeitete Statuten für die österreichische Sektion aus, wobei die Statuten der deutschen Sektion als Grundlage dienten. Diese Bestrebungen wurden insbesondere vom Grazer Polizeidirektor Dr. Karl Springer und dem Landesgendarmeriekommandanten für Steiermark, General Franz Zenz unterstützt.

Die erste konstituierende Sitzung der Sektion Österreich wurde am 1. August 1959 in Graz abgehalten. Der Grazer Dr. h.c. Josef Hasiba war der erste Generalsekretär der österreichischen Sektion, und am 9. März 1962 wurde er zum Präsidenten des ersten Bundesvorstandes gewählt. Am 9. September folgte die Gründung der Landesgruppe Steiermark. Somit war die Landesgruppe Steiermark die erste Landesgruppe in Österreich.

Anfänglich war die Tätigkeit der Landesgruppe auf den Großraum Graz beschränkt. Doch eine ständig wachsende Mitgliederzahl machte die Errichtung von Verbindungsstellen in den einzelnen Verwaltungsbezirken notwendig. Diese Entwicklung wurde vor allem durch Dr. Karl Homma, dem Vizepräsidenten des ersten Bundesvorstandes, gefördert. Die erste derartige Verbindungsstelle wurde 1962 in Liezen gegründet. Noch im selben Jahre folgten Leoben-Knittelfeld und Bruck/Mur-Mürzzuschlag.

Als Dr. Hubert Holler 1969 zum Landesgruppenobmann gewählt wurde, schuf er die Möglichkeit, dass die einzelnen Verbindungsstellen eine eigene Rechtspersönlichkeit erhielten. Die Mitgliederzahl nahm beständig zu und hält derzeit bei etwa 5.000 Mitgliedern.

 

Die bisherigen Landesgruppenobmänner in der Steiermark

Johann Manninger

Oktober 1959 - September 1961

Hugo Stiegler

September 1961 - März 1963

Erwin Fallada

März 1963 - März 1969

Hubert Holler

März 1969 - September 1992

Josef Steiner

September 1992 - September 2001

Alois Kalcher

seit September 2001

 

 

   

Dr. Hubert Holler †

 

vom 07.03.1969

 

bis 26.09.1992

Für die Weiterentwicklung der Landesgruppe Steiermark war vor allem der Beitritt d
es neuen Mitgliedes Dr. Hubert Holler 1992 entscheidend. Bei der Neuwahl des neuen Vorstandes im folgenden Jahr wurde Holler bereits zum Sekretär des Landesgruppe gewählt. Diese Funktion übte er sechs Jahre aus, ehe er zum Landesgruppenobmann gewählt wurde.     Als erster Obmann in Österreich schuf er die Möglichkeit, dass die Verbindungsstellen ihre eigene Rechtspersönlichkeit erlangten. Dadurch konnten die Funktionäre der Verbindungsstellen ihre Mitglieder selbständig betreuen. Bis zum Jahr 1990 wurden in der Steiermark 13 Verbindungsstellen eingerichtet. Innerhalb derselben Zeit stieg die Mitgliederzahl auf 5000.

Bekannt wurde Holler vor allem durch seine insgesamt neun IPA-Kreuzfahrten, an denen Mitglieder aus acht europäischen Sektionen teilnahmen. Auch die acht internationalen Schneewochen in Bad Mitterndorf, bei denen jedes Mal bis zu 500 Gäste aus dem In- und Ausland begrüßt werden konnten, sind noch nicht in Vergessenheit geraten. Holler setzte seine internationalen Schwerpunkte aber nicht nur im Reisebereich, sondern veranstaltete auch Seminare mit internationaler Beteiligung.

1992 trat Holler als Landesgruppenobmann „in den Unruhestand.“ Er wurde zum Ehrenpräsidenten und Ehrenmitglied der Sektion Österreich und zum Ehrenobmann der Landesgruppe Steiermark ernannt. Mehr als ein Jahrzehnt war er danach noch als Reisesekretär für die Verbindungsstelle Graz tätig.

   

Josef Steiner

vom 26.09.1992

bis 29.09.2001

Der damals 50-jährige Obmann der Verbindungsstelle Graz Umgebung Josef Steiner wurde zum neuen Landesgruppenobmann gewählt. Neun Jahre lang leitete Steiner die steirische Landesgruppe. 1995 gründete er in Zusammenarbeit mit der Landesamtsdirektion Steiermark das „Alpen-Adria-Sicherheitsforum.“ In den folgenden Jahren wurden Seminare zu Themen wie „Drogen im Straßenverkehr,“ „Organisierte Kriminalität“ oder „Illegale Migration“ unter Beteiligung von fünf Anrainerstaaten durchgeführt.
   

Mag.

Alois Kalcher

seit 29.9.2001

 

2001 übernahm Mag. Alois Kalcher den Vorsitz in der Landesgruppe Steiermark. Auf Antrag des neuen Obmannes wurde Steiner zum Ehrenobmann der Landesgruppe gewählt.